Sonntag, 23. November 2008

anmerkung

bin gerade zurück aus dem la viga. lissabon war wirklich toll - aber "el abuelo de la viga" und seine sangría sind einfach nicht zu toppen. ich weiß jetzt schon, dass ich sie in berlin ganz doll vermissen werde...


Montag, 17. November 2008

worüber man so stolpert

eines schönen sonntags auf dem weg zum rastro. an der calle mayor, der hauptstraße madrids, ist auf einmal kein durchkommen mehr. rechts und links der straße jede menge leute und mitten drin - ja, genau: stiere. einfach mal so.

















also, naja, natürlich nicht einfach mal so. davor und dahinter liefen leute in den traditionellen hirtengewändern.























es folgten reiter und danach schafe und leute in bauerntrachten.









































alles begleitet von musik und dem aufgeregten geschnatter der leute am straßenrand. der zug kam auch immer mal wieder ins stocken und alle standen friedlich rum und unterhielten sich. eine gute gelegenheit, nette fotos zu machen. :-) ich weiß bis heute nicht, was das eigentlich für ein umzug war, aber auf einem banner stand etwas in der art, dass es um den schutz der traditonellen berufe und ihrer kleidung ging. auf jeden fall hat mich das mal wieder bestätigt, hier einfach nie ohne kamera aus dem haus zu gehen. man weiß ja nie, worüber man so stolpert in dieser stadt... ;-)

Dienstag, 4. November 2008

die alte crew

seit über einer woche bin ich in der uni nun nicht mehr auf der gynäkologie, sondern auf der pädiatrie. die qualität des praktikums hat sich deutlich verbessert. alles ist besser organisiert, die studenten werden hier nicht nur als nervende last angesehen (zumindest lassen sie es uns nicht so spüren), wir dürfen viel mehr machen und es wird viel mehr erklärt. heute war ich auf der neonatologie. die kleinen frühchen sind einfach megasüß!!! da wird das mädchenherz ganz weich... ;-) ab nächste woche bin auch dann auch schon wieder woanders. muss man sich zwar alles selbst organisieren, aber irgendwie ist das auch ganz witzig. es schult die sprache ungemein, wenn man sich so durchkämpfen muss. und als erasmus darf man eigentlich auch alles. hier hat sowieso keiner ahnung, wer wann wo was machen müsste. selbst die damen im büro nicht. deshalb kann man sich überall einfach dazugessellen. und falls wer fragt, muss man nur etwas hilflos tun. und lächeln. ;-) letztenendes brauche ich am ende ja nur die unterschriften für meine praktikumsstunden. und das kriege ich schon irgendwie hin!
der nachteil an dem wechsel ist: ich bin jetzt nicht mehr mit "meinen" spanischen studenten vom anfang unterwegs. leider machen die jetzt erstmal fächer, die ich nicht machen muss. aber ich werde sehen, dass ich im dezember auf der chirurgie wieder mit ihnen zusammenkomme. das waren nämlich einfach die besten! supernett, geduldig, immer zu einem scherz bereit, haben alles erklärt und versucht zu übersetzen, haben mir ein bisschen "slang" beigebracht und überhaupt. ich vermisse sie schon ein bisschen. aber ich treff sie noch ab und zu auf dem gang oder in der vorlesung (in dem seltenen fall, dass ich mal freiwillig hingehe, um mein spanisch etwas zu trainieren...).






















paula, marta und carlos sind definitiv die unschlagbar allerbesten erasmusstudentenkommilitonen die es gibt! ich hoffe, ich kriege das mit der chirurgie auf die reihe. aber habe ich nicht vorhin gesagt, erasmusstudenten dürfen eigentlich alles...? ;-)

Sonntag, 2. November 2008

mmmmhhhh lecker!

das spanische essen. eigentlich ist es ziemlich einfach: frische zutaten, ein bisschen knoblauch (oft auch ein bisschen mehr...), ein bisschen salz, ein bisschen pfeffer und brot dazu. ach ja, das olivenöl darf natürlich auch nicht fehlen. und fertig ist ein leckeres mahl. :-)
wie man dem entnehmen kann, ist die spanische küche bestimmt nicht die raffinierteste. aber darauf legen die spanier auch gar keinen wert. hauptsache es schmeckt. und das tut es eigentlich immer. durch das spärliche würzen kommt der eigengeschmack der zutaten (die immer frisch sind, besonders die meeresfrüchte und der fisch) gut zur geltung. ich mags - und alle meine besucher haben es bis jetzt auch gemocht.
damit ihr euch auch im fernen deutschland ein bild machen könnt, kommt hier mal eine kleine bilderserie zum neidisch werden. ;-)
1. die getränke
die spanier stehen total auf bier. man kann überall und zu jeder tageszeit ein bier bestellen und selbst zum frühsück wird man am nebentisch einen spanier mit einer "caña" finden. sie trinken nicht so exessiv wie die deutschen - aber öfter. wenn man es weniger kräftig mag, kann man auch eine "clara" bestellen, das ist sowas wie ein radler: bier mit limo. und dann gibt es natürlich noch die sangría, die je nach dem, wer sie zubereitet, mal mehr mal weniger gut schmeckt. sangría ist aber mehr ein getränk für die lange nächte von madrid. ;-)




















2. der schinken
wer kennt ihn nicht, den berühmten serrano-schinken...? die spanier sind stolz auf ihre spezialität und das natürlich ganz zu recht. jamón serrano muss sich aber immer auch mit dem jamón ibérico messen, ein schinken aus einer anderen region spaniens, der in deutschland aber weniger bekannt ist. natürlich gibt es die beide in den verschiedensten zubereitungsformen. aber am besten schmecken sie pur mit einem stück weißbrot dazu.





















3. alles aus dem meer
madrid hat nach tokio den größten fischmarkt der welt. das mutet etwas komisch an, schließlich liegt es in dem mitte spaniens - weit und breit kein meer in sicht... aber da die madrider verwöhnt sind und die restaurantdichte hier unglaublich hoch ist, wird jeden morgen der beste fisch von den küsten spaniens nach madrid geliefert. wie der fisch dann gekocht, gebraten, gebacken oder gegrillt wir ist eigentlich fast egal. hauptsache knoblauch dran. und dann schmeckts! klassisch ist auch die "paella". fisch, reis, ein bisschen paprika. wenn man die bestellt, kann man eigentlich nichts falsch machen.





















































exkurs: einfach und lecker - dorade a la kati










































4. bocadillos
"bocadillo" heißt übersetzt infach nur brötchen. und genau das sind sie auch: belegte brötchen. einfach aber lecker und an jeder ecke zu haben. die kleine variante heißt "montaditos". wenn der kleine hunger kommt: immer gut. besonders die mit calamares. oder jamón. oder queso azul. oder tortillas. oder...














5. der käse
das mit dem schinken weiß jeder. das die spanier aber auch eine lange käse-tradition haben, ist meistens weniger bekannt. der käse hier ist oft sehr kräftig, besonders der "queso azul", ein blauschimmelkäse, der einem die tränen in die augen treiben kann. oft wird in bars auch eine hauseigene käsemischung aus verschiedenen frisch- und weichkäsen zusammengerührt. meistens ziemlich gelungen (stimmts bruderherz...?;-)).




















6. die tapas
tapas können eigentlich alles sein, kleine portionen von all den aufgezählten sachen. oder kleine belegte schnittchen. vieles wird frittiert, manches nur in jede menge öl eingelegt. auch hier darf der knoblauch meist nicht fehlen. dazu werden zahnstocher hingestellt - und dann wird einfach von den verschiedenen tellern gepickt. das kann verheerend sein: hinterher rollt man nach hause... ;-)






















































7. der nachtisch
immer ein kaffee. und dazu ein stück torte oder jogurt. der klassische nachtisch ist "flan", ein aufgebackenes ei-gemisch. auch sehr spanisch ist saure milch. mir schmeckt aber beides nicht - beides garnicht süß. :-( dann schon eher den obstsalat mit früchten der saison. oder eben den "café con leche" - doppelter espresso mit heißer milch. der schmeckt hier einfach überall. was auch immer geht: churros con chocolate. millionen kalorien - aber sie sind es wert! :-)