Dienstag, 31. März 2009

auf ans meer!

na gut, nicht das meer im klassischen sinne: keine weißen sandstrände, tolle buchten und badevergnügen ohne ende. aber valencia liegt definitiv am meer und hat auch zwei stände - wenn auch nicht ganz so touritraummäßig schön... trotzdem wollte ich unbedingt hin und habe janina kurzerhand überredet, einen knappen 2-tages-trip mit mir dorthin zu unternehmen (ach, billigflieger sind schon was nettes...).














es erwartete uns strahlender sonnenschein und gleich nach unserem auftauchen aus der metro, die uns vom flughafen in die stadt gebracht hatte, stolperten wir über das erste von vielen wunderschönen gebäuden: den bahnhof. von außen genauso sehenswert wie von innen war das schonmal ein netter auftakt.




















nach der hostelsuche (letztendlich sind wir in einem knallbunten 50er-jahre zimmer gelandet), gepäck abladen und frisch machen konnte die stadterkundung starten. die kathedrale (wie so oft in spanien ein wilder mix aus verschiedenen epochen, weil ewig daran gebaut wurde) wird von zwei plätzen flankiert: dem "plaza de la reina" und dem "plaza de la virgen". beide haben ihre eigene geschichte und sind auf verschiedene weise schön, wobei auf dem größeren "plaza da la reina" einfach mehr trubel herrscht. nach kurzem umsehen stürmten wir auf den kirchturm, um die stadt in den letzten sonnenstrahlen von oben zu betrachten. der aufstieg von 205 treppenstufen hat sich definitiv gelohnt, obwohl ich oben die treppe fast wieder runtergepurzelt wäre, als auf einmal die glocke anfing zu schlagen (was für eine lautstärke...!).





































































dann wurde noch ein bisschen rumgebummelt, zu abend gegessen (tapas in einer kleinen typisch spanischen bar- leeeeecker!) und ein (oder auch zwei) bierchen genossen.




















am nächsten morgen ging es frisch und munter zum "mercado central", einer alten und wirklich riesigen markthalle. daran war einfach alles unglaublich: die größe, die konstruktion, die menge an ständen und an waren und vor allem die menge an menschen... auf jeden fall war es schon ein erlebnis, einfach nur einmal quer durch die halle zu schlendern und leute zu beobachten. besonders faszinierend war natürlich der fischmarkt. meine güte, was es nicht alles an fischsorten gibt...




















































direkt neben der markthalle befindet sich "la lonja", ein uraltes gebäude was heute zum unesco weltkulturerbe zählt. früher fand hier wohl mal die seidenbörse statt. schon die eingangshalle ist wunderschön und in den nebenzimmer gibt es beeindruckende holzdecken und türen und vieles mehr zu bewundern.
















nach so viel kultur war es dann zeit für den strand. nachdem morgens die sonne etwas schüchtern war, zeigte sie sich pünktlich mit unserem eintreffen am meer von ihrer strahlendsten seite. wir zwei muschelsammlerinnen (aufgrund des ruhigen wetters war der "ertrag" leider nicht so groß...) ließen uns ausgiebig zeit zum rumschlendern am wasser, schätze suchen, faul im sand rumliegen und entspannen. ins wasser getraut haben wir uns beide nicht - als ausrede muss das nicht-vorhandensein von badeanzügen herhalten. ich war nur mit den füßen und unterschenkeln drin und unter uns gesagt: es war scheißkalt.




















nach der ganzen faulenzerei ließen wir den bus aus und machten uns zu fuß auf zurück ins zentrum. auf dem weg dahin ging es vorbei an der "ciudad des las artes y las ciencias". dort hat sich ein architekt (jemand in spanien sehr bekanntes...) so richtig ausgetobt und futuristische gebäude umgeben von diversen wasserbecken hinbauen lassen. im innern befinden sich museen, eine konzerthalle und ein meereskundepark. so einige konstruktionen sind auch noch im bau. auf jeden fall aber sah das alles doch ziemlich beeindruckend aus, gerade im kontrast zum strahlend blauen himmel. wir sind zwischen den gebäuden rumgeschlendert (man fühlt sich ein bisschen wie in der zukunft...) und haben jede menge fotos geschossen. bei dem wetter haben wir uns die museen aber erspart. ;-)






























































dierekt an diese gegend schließen sich die "jardines del turia" an. der fluß, der früher durch valencia floss, wurde nach einer flutkatastrophe in den 50er jahren (glaube ich...) in eine weniger belebte außenzone umgeleitet. im trocken gelegten flußbett befindet sich heute ein riesiger park mit seen, springbrunnen, fußballplätzen und vielem mehr. so viele jogger wie dort hab ich mein leben lang noch nicht gesehen...




















zum abendessen belohnten wir uns dann mit einer paella. das musste sein, schließlich ist valencia der ursprung dieses spanischen nationalgerichtes. dass wir beim preis am ende ein klein wenig übers ohr gehauen wurden war zwar ärgerlich, aber sehr gut geschmeckt hat es trotzdem. und unserer (zugegeben leicht alkoholisierten) stimmung tat das dann auch keinen abbruch mehr... war ja schließlich urlaub. :-)















a propros essen: morgens gab es immer eine weitere spezialität der küste. die horchata, übersetzt "erdmandelmilch", ist so etwas wie das öl oder der saft von erdmandeln (hab ich noch nie gehört und habe auch nicht die mindeste vorstellung, wie die aussehen sollen...). sie wird angeblich jeden morgen frisch gemacht und gekühlt getrunken. ich fand sie total lecker und zum frühstück mit ein bisschen gebäck genau das richtige.




















nach dem packen am nächsten morgen ging es auf dem weg zurück zur metro noch am "mercado de colón" vorbei, einer weiteren markthalle, die aber bei weitem nicht so groß war wie die gestrige. trotzdem fand ich die fassade wunderschön.















der weg führte uns weiter zur stierkampfarena valencias; ich glaube der einzigen, in der schon vor ostern stierkämpfe stattfinden: nämlich zu den "fallas", dem valencianischen stadtfest. leider haben wir das um eine woche verpasst. aber man braucht ja auch immer eine ausrede, um mal wieder zurückzukommen...




















obwohl der ausflug nur einen und zwei halbe tage gedauert hat, hat es sich definitiv gelohnt. mal wieder. :-)

Donnerstag, 26. März 2009

zurück

zugegeben, es ist hier mächtig still geworden in den letzten wochen. aber es ist trotzdem viel passiert, ich hatte eine menge besuch, bin viel gereist, hab meine letzten tage in madrid ausgiebig genossen und nachdem juan mich aus dem haus geworfen hat (zitat: "wenn du hier halb deutschland anschleppst, fühle ich mich nicht respektiert und das lasse ich mir nicht bieten!"), wurde es auch ein wenig hektisch auf die letzten tage und schwieriger mit dem internetzugang. aber es ist alles gut gegangen, ich bin für das ende meines madridaufenthaltes bei kim untergekommen und habe jetzt noch eine verrückte geschichte mehr über mein erasmussemester in spanien zu erzählen. und jetzt bin ich seit über einer woche wieder zurück in der heimat, habe auch schon ein zimmer in friedrichshain gefunden und werde nun nach und nach alles nachreichen, was berichtenswert ist und bis jetzt noch nicht auf dieser seite festgehalten wurde. versprochen. :-)

Dienstag, 3. März 2009

fußball

kurz vor ende meines aufenthaltes hier habe ich es doch noch zu einem spiel von spaniens bekanntestem fußballclub real madrid (auch wenn die barcelonesen das sicher nicht gerne hören...;-)) geschafft. und wieder einmal war der auslöser ein besuch - vor allen anderen mr. fußballverrückt tjerk. der hat sich dann auch gefreut wie ein kind. :-) zugegebenermaßen waren wir aber alle (tjerk, binesa und freund boas und selbstverständlich ich) ein bisschen aufgeregt. im positiven sinne natürlich. nachdem wir nach einigem hin- und hergeirre um das stadion unsere karten abgeholt hatten (ich hatte sie vorher im internet gebucht und obwohl der vorverkauf erst ein paar stunden ging, war es schon schwierig, noch vier zusammenhängende plätze zu bekommen...), gab es noch einen bocadillo (belegtes baguette) und ein riesiges bier zur stärkung, bevor es dann endlich ins stadion ging.















das "estadio santiago-bernabéu" ist wirklich beeindruckend riesig. als wir nach endlosem treppensteigen den inneraum betraten war das wirklich irgendwie überwältigend. und das sage ICH als nicht-fußball-fieber-infizierte. ;-)














die ränge sind unheimlich steil und so haben wir ganz prima und ohne köpfe im weg alles gesehen, obwohl wir in der drittletzten reihe ganz oben saßen.


















das spiel selbst war in ordnung, es ging gegen betis sevilla die im unteren tabellenabschnitt stehen. der endstand war 6:1 und alle tore sind in der ersten hälfte gefallen. so nach 25 minuten wurde es ziemlich spannend, als sich bei einem stand von 2:1 betis ein wenig aufbäumte, dann aber nur den pfosten traf und danach gnadelos überrollt wurde. schade, ich bin ja doch immer so ein bisschen für den underdog - auch wenn es ja eigentlich ein heimspiel für mich war... ;-) dementsprechend war die zweite hälfte dann ziemlich lahm und die stimmung stieg nur noch so richtig, wenn der spielstand vom barcelonaspiel angezeigt wurde. die lagen nämlich zurück und haben am ende auch verloren. nach dem spiel sind wir noch ein bisschen im stadion rumgeschlendert und haben noch mehr fotos gemacht. so sind wir dann doch auch nochmal nach weiter unten nah ans spielfeld gekommen. leider aber ohne spieler darauf...



















aber wie auch immer, es war ein aufregendes und tolles erlebnis hier im fußballverrückten madrid mal selbst dabei gewesen zu sein. :-)