

es erwartete uns strahlender sonnenschein und gleich nach unserem auftauchen aus der metro, die uns vom flughafen in die stadt gebracht hatte, stolperten wir über das erste von vielen wunderschönen gebäuden: den bahnhof. von außen genauso sehenswert wie von innen war das schonmal ein netter auftakt.


nach der hostelsuche (letztendlich sind wir in einem knallbunten 50er-jahre zimmer gelandet), gepäck abladen und frisch machen konnte die stadterkundung starten. die kathedrale (wie so oft in spanien ein wilder mix aus verschiedenen epochen, weil ewig daran gebaut wurde) wird von zwei plätzen flankiert: dem "plaza de la reina" und dem "plaza de la virgen". beide haben ihre eigene geschichte und sind auf verschiedene weise schön, wobei auf dem größeren "plaza da la reina" einfach mehr trubel herrscht. nach kurzem umsehen stürmten wir auf den kirchturm, um die stadt in den letzten sonnenstrahlen von oben zu betrachten. der aufstieg von 205 treppenstufen hat sich definitiv gelohnt, obwohl ich oben die treppe fast wieder runtergepurzelt wäre, als auf einmal die glocke anfing zu schlagen (was für eine lautstärke...!).








dann wurde noch ein bisschen rumgebummelt, zu abend gegessen (tapas in einer kleinen typisch spanischen bar- leeeeecker!) und ein (oder auch zwei) bierchen genossen.


am nächsten morgen ging es frisch und munter zum "mercado central", einer alten und wirklich riesigen markthalle. daran war einfach alles unglaublich: die größe, die konstruktion, die menge an ständen und an waren und vor allem die menge an menschen... auf jeden fall war es schon ein erlebnis, einfach nur einmal quer durch die halle zu schlendern und leute zu beobachten. besonders faszinierend war natürlich der fischmarkt. meine güte, was es nicht alles an fischsorten gibt...






direkt neben der markthalle befindet sich "la lonja", ein uraltes gebäude was heute zum unesco weltkulturerbe zählt. früher fand hier wohl mal die seidenbörse statt. schon die eingangshalle ist wunderschön und in den nebenzimmer gibt es beeindruckende holzdecken und türen und vieles mehr zu bewundern.


nach so viel kultur war es dann zeit für den strand. nachdem morgens die sonne etwas schüchtern war, zeigte sie sich pünktlich mit unserem eintreffen am meer von ihrer strahlendsten seite. wir zwei muschelsammlerinnen (aufgrund des ruhigen wetters war der "ertrag" leider nicht so groß...) ließen uns ausgiebig zeit zum rumschlendern am wasser, schätze suchen, faul im sand rumliegen und entspannen. ins wasser getraut haben wir uns beide nicht - als ausrede muss das nicht-vorhandensein von badeanzügen herhalten. ich war nur mit den füßen und unterschenkeln drin und unter uns gesagt: es war scheißkalt.


nach der ganzen faulenzerei ließen wir den bus aus und machten uns zu fuß auf zurück ins zentrum. auf dem weg dahin ging es vorbei an der "ciudad des las artes y las ciencias". dort hat sich ein architekt (jemand in spanien sehr bekanntes...) so richtig ausgetobt und futuristische gebäude umgeben von diversen wasserbecken hinbauen lassen. im innern befinden sich museen, eine konzerthalle und ein meereskundepark. so einige konstruktionen sind auch noch im bau. auf jeden fall aber sah das alles doch ziemlich beeindruckend aus, gerade im kontrast zum strahlend blauen himmel. wir sind zwischen den gebäuden rumgeschlendert (man fühlt sich ein bisschen wie in der zukunft...) und haben jede menge fotos geschossen. bei dem wetter haben wir uns die museen aber erspart. ;-)









dierekt an diese gegend schließen sich die "jardines del turia" an. der fluß, der früher durch valencia floss, wurde nach einer flutkatastrophe in den 50er jahren (glaube ich...) in eine weniger belebte außenzone umgeleitet. im trocken gelegten flußbett befindet sich heute ein riesiger park mit seen, springbrunnen, fußballplätzen und vielem mehr. so viele jogger wie dort hab ich mein leben lang noch nicht gesehen...



zum abendessen belohnten wir uns dann mit einer paella. das musste sein, schließlich ist valencia der ursprung dieses spanischen nationalgerichtes. dass wir beim preis am ende ein klein wenig übers ohr gehauen wurden war zwar ärgerlich, aber sehr gut geschmeckt hat es trotzdem. und unserer (zugegeben leicht alkoholisierten) stimmung tat das dann auch keinen abbruch mehr... war ja schließlich urlaub. :-)

a propros essen: morgens gab es immer eine weitere spezialität der küste. die horchata, übersetzt "erdmandelmilch", ist so etwas wie das öl oder der saft von erdmandeln (hab ich noch nie gehört und habe auch nicht die mindeste vorstellung, wie die aussehen sollen...). sie wird angeblich jeden morgen frisch gemacht und gekühlt getrunken. ich fand sie total lecker und zum frühstück mit ein bisschen gebäck genau das richtige.


nach dem packen am nächsten morgen ging es auf dem weg zurück zur metro noch am "mercado de colón" vorbei, einer weiteren markthalle, die aber bei weitem nicht so groß war wie die gestrige. trotzdem fand ich die fassade wunderschön.


der weg führte uns weiter zur stierkampfarena valencias; ich glaube der einzigen, in der schon vor ostern stierkämpfe stattfinden: nämlich zu den "fallas", dem valencianischen stadtfest. leider haben wir das um eine woche verpasst. aber man braucht ja auch immer eine ausrede, um mal wieder zurückzukommen...


obwohl der ausflug nur einen und zwei halbe tage gedauert hat, hat es sich definitiv gelohnt. mal wieder. :-)
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