Sonntag, 22. Februar 2009

die goldene stadt

eine der vielen guten sachen an besuch ist, dass man selbst auch immer wieder animiert wird, neue dinge zu entdecken und mal etwas anderes zu machen. genau aus diesem grund war ich vor knapp zwei wochen mit bine in segovia. eigentlich war die stadt ein bisschen ähnlich toledo: kleine gassen, süße häuser und eine beeindruckende kathedrale. aber natürlich war es trotzdem ganz anders. in segovia sind viele gebäude aus sandstein gebaut, weshalb es auch als "die goldene stadt" bezeichnet wird. das älteste bauwerk ist ein riesiges aquädukt, welches genau mitten durch die innenstadt verläuft. es war wohl noch bis in das letzte jahrhundert hinein in benutzung - und das, obwohl die römer es bereits (ca.) im 2. jahrhundert nach christus ganz ohne mörtel aufgebaut haben. das war ziemlich imposant.










































aber auch die kathedrale war mal wieder einen und auch mehrere blicke wert. sie sah ein bisschen wie eine kleckerburg aus, mit vielen kleinen spitzen türmchen. in richtig strahlendem sonnenschein würde sie bestimmt noch einen tick großartiger wirken - wenn der gelbe sandstein zum leuchten kommt. wir haben uns auch hinein gewagt und die orgeln und altare gebührend bewundert.





































die dritte große attraktion in segovia ist die burg, alcázar genannt. um sie in ihrer vollen größe zu sehen, muss man aber leider aus der stadt raus, da sie auf eine felsenspitze steht und von der stadt aus nur die vorderseite zu bewundern ist. das war aber auch schon beeindruckend genug. bine und ich haben den aufstieg auf den burgturm gewagt und wurden oben mit einer ganz wunderbaren aussicht auf die stadt und die umliegenden schneebedeckten berge belohnt.






































mal von den großen sehenswürdigkeiten abgesehen war es aber auch schön, einfach nur durch die gassen zu schlendern und ab und zu mal einen blick von der stadtmauer in die stadt oder auf die umliegende landschaft zu werfen.




















auch wenn sich die sonne nur ab und zu mal blicken ließ war es mal wieder ein sehr gelungener tagesausflug, der viel spaß gemacht hat. :-)

Sonntag, 15. Februar 2009

miri

seit 10 tagen ist sie verschwunden, meine mitbewohnerin, freundin, shoppingberaterin, danza afrikana partnerin, tapas-mitesserin, partybegleitung, la viga mitentdeckerin und und und... es war sehr komisch, sie zum taxi zu bringen. obwohl die welt natürlich nicht untergeht, wir telefonieren (den nobelpreis für den skype erfinder!!!) und ich sie ja auch schon im april besuchen fahre/fliege, ist meine erasmuszeit, so wie sie war, damit zu ende gegangen. und der kleine wirbelwind fehlt mir auch wirklich. für miriam ist ein weiterer nick (ein freund vom altbekannten nick aus london) hier eingezogen und drei tage später ist dann auch constance nach hause gefahren. juan liegt zur zeit im krankenhaus (pankreatitis. für jeden, der ihn kennt, eigentlich nicht unbedingt die größte überraschung...). das wg-leben hat sich sehr verändert. die beiden nicks hängen viel gemeinsam vorm fernseher und computer rum. die gespräche in der küche über einfach alles, die ich am wg-leben am meisten geschätzt habe, finden quasi nicht mehr statt. :-( nur einer von vielen gründen, miri zu vermissen. aber eines ist klar: wir hatten eine supertolle zeit und ich schätze, die fluggesellschaften werden sich an unsere namen gewöhnen müssen - da steht einiges an besuchen an! :-)







































































Freitag, 13. Februar 2009

nachtrag: silvester

zugegeben, es kommt ein wenig spät, aber ich wollte trotzdem nochmal ganz kurz von silvester berichten. leider war es (zumindest für mich) ein ziemlich kurzer abend, weil wir am abend vorher wohl etwas verdorbenes gegessen hatten und uns am 1. januar unsere mägen einen streich spielten. wie immer ging ich mit gutem beispiel voran und war zu silvester ab halb zwei im bad ziemlich beschäftigt - und das (immerhin) nicht wegen alkoholischer überbelastung. der rest der anwesenden (stefan, ina, carin und theresa - ich hatte großen besuch... ;-)) fing erst am nächsten mittag damit an. aber wie auch immer, bevor die keime uns fest im griff hatten, hatten wir einen lustigen abend. ab um acht waren wir bei kim und deren freund julian angemeldet. dort haben wir zusammen gekocht und gegessen. so gegen um elf machten wir uns dann auf zum sol, dem platz auf dem sich silvester in madrid alle touristen treffen um das neue jahr einzuläuten. es war rammelvoll und hier ist es wohl irgendwie tradition, mit albernen perrücken ins neue jahr zu feiern.





































eine weitere tradition sind die berühmten "12 uvas de la suerte", die weintrauben des glücks. einmal im jahr, nämlich in den 12 sekunden vor mitternacht, schlägt die uhr am glockenturm am sol. und mit jedem schlag muss man eine weintraube in den mund stopfen - 12 stück für 12 glückliche monate im neuen jahr. wir waren alle bestens vorbereitet, jeder mit einer dose voll 12 geschälter weintrauben in der hand.




















leider war von der uhr nicht das mindeste zu hören und blöderweise gab es auch keine projektion auf eine hauswand oder wenigstens eine ansage oder sowas. reingezählt hat auch keiner und so standen wir etwas bedeppert mit unseren trauben da und haben mitternacht irgendwie verpasst... naja, egal, die trauben schnell hintergeschluckt und dann angestoßen und umarmt und geknutscht und alles, was dazu gehört. ich hoffe, das schicksal verzeiht uns die tatsache, dass es einfach zu laut war um die glockenschläge mitzubekommen... vom sol ging es dann weiter auf eine party, die dann für mich wie gesagt leider ziemlich schnell vorbei war. trotzdem war es ein nettes silvester - eben mal eine erfahrung der ganz anderen art... ;-)