Montag, 29. September 2008

zimmer gesucht!

nachdem ich mit stefan am samstag mittag angekommen war und wir uns zwei freie tage zur erkundung der stadt genommen hatten ging es montag mittag los mit der zimmersuche. es war unbeschreiblich frustrierend...:-(genau wie in den erasmusberichten beschrieben ist es einfach unglaublich, was hier so alles als "zimmer" angeboten wird. und zu was für preisen! für 6m² ohne fenster und ohne heizung (aber mit bett...) kann man hier ziemlich leicht 450€ ausgeben. meistens ist besuch nicht erwünscht oder man bezahlt dann 15€ pro person pro nacht. und wenn dann mal ein zimmer doch ganz cool ist, finden das natürlich auch tausend andere erasmusstudenten und zimmersuchende. man trägt sich in eine liste ein - und meistens hört man nie wieder was von den vermietenden. oder sie wollen sich erst noch 5 tagen entscheiden. oder das zimmer ist erst ende des monats frei. oder oder oder... wie gesagt, es war frustrierend. ich hatte zwar einiges erwartet, aber das nicht. samstag morgen nach dem wachwerden konnte ich wütend und fertig eine träne nicht mehr unterdrücken. ich wollte nicht mehr in das schäbige internetcafé um die ecke, ich wollte nicht mehr tausende telefonanrufe machen und dann von einer besichtigung zur nächsten hetzen.. :-( aber es gab ja keine alternative. und siehe da, samstagabend hatte ich dann das glück, dass man hier zur zimmersuche braucht. mein neues zuhause war gefunden. :-) eigentlich habe ich es mehr stefan zu verdanken, dass ich hier eingezogen bin. er war von anfang an begeistert. er fand die wohnküche großartig.















ich war mir erst garnicht so sicher, aber juan (der wohnungsbesitzer) hat mir sofort den schlüssel angeboten und ich konnte am nächsten tag einziehen. das zimmer hat ein fenster, ist für madrider verhältnisse groß und in top lage mitten im zentrum. für das alles ist auch der preis sehr gut, der aber trotzdem weit über meiner mir gesetzten grenze liegt... =/ in berlin haben wir es wirklich gut! aber gut, grenzen sind ja auch da, um verschoben zu werden. das zimmer war am anfang saudreckig und ziemlich ungemütlich und kalt. leider habe ich keine "vorher" fotos. aber nach einem putztag, 150€ bei ikea und ein paar umräum- und aufräumarbeiten hab ich mir mein zuhause in madrid geschaffen.







ansonsten ist die wohnung ziemlich schräg. juan, der besitzer, ist erfinder und alles hier ist sehr künstlerisch angehaucht. aber die atmsophäre ist irgendwie cool. im etepetete madrid ist das hier sehr erfrischend. :-) wir haben unseren eigenen eingang und die wohnung geht über zwei etagen. irgendwie ist an allem etwas kaputt, aber es funtioniert trotzdem. improvisation ist alles! juan, der auch mit hier wohnt, ist eine echte diva (erfinder eben...) und manchmal sehr anstrengend. aber er ist gebürtiger madrilene und kennt all die geheimtipps. wir waren auch schon mit ihm aus - überall freier eintritt natürlich. :-) und ich habe eine sehr nette italienische mitbewohnerin. miriam war am anfang auch mit ihrem freund hier und wir hatten sehr nette abende zu viert (mit stefan noch). wir verstehen uns sehr gut und teilen die freuden und leiden dieser wohnung, dieses vermieters, dieser stadt und dieser situation.















außerdem wohnen noch zwei jungs hier. den einen habe ich noch nie gesehen, weil er seit einem monat auf reisen ist. er soll aber angeblich morgen zurückkommen. der andere ist isländer und er redet nicht viel (eines der wenigen worte, die er je gesagt hat, war "fuckbuddy" - die geschichte erzähle ich sicher auch nochmal - und seitdem nennen miriam und ich ihn so). er zieht aber morgen aus, deswegen haben miriam und ich vorgestern eine neue mitbewohnerin gesucht. juan ist es egal, wer hier einzieht, deshalb hat er uns freie hand gelassen. nur ein mädchen sollte es sein. also zieht mittwoch constance aus frankreich hier ein. ich glaube, sie wird gut zu uns passen. :-)

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