Mittwoch, 3. Dezember 2008

el escorial

am samstag war ich mit moa auf einem kleinen ausflug in madrids umgebung. moa ist schwedin, hat sich aber nach einem jahr gymnasium in berlin (vor langer zeit) dazu entschlossen, in der deutschen hauptstadt medizin zu studieren. und jetzt macht sie erasmus in madrid. :-) wir waren in el escorial, ein städtchen mit einer riesigen klosteranlage nicht allzuweit in den bergen um madrid.

















felipe
II, ein ziemlich katholischer spanischer könig des 16. jahrhunderts hat die riesige anlage bauen lassen, um dort ein tiefreligiöses und göttliches leben zu führen. ganz nebenbei hat er deshalb auch madrid zur hauptstadt spaniens gemacht, weil das so schön in der nähe liegt. soviel zur geschichte. die anlage ist wirklich beeindruckend groß und sieht von außen ziemlich streng aus.



























innen ist sie aber trotz allem mit jedem komfort ausgestattet, den ein könig damals halt so brauchte. am meisten beeindruckt hat mich, dass das schlafzimmer des königs (ebenso wie das seiner frau) direkt an der basilika lag und er aus dem bett den gottesdienst verfolgen konnte. welch ein kirchlicher eifer! und außerdem war in der gruft im keller das pantheon der hammer. ein großer runder saal mit lauter särgen an den wänden aufgestapelt. natürlich schön chronologisch sortiert. die letzten beiden leichen fehlen allerdings noch. die liegen noch (man halte sich fest) in der verwesungskammer. erst muss nämlich alles organische abgefault sein, eh die gebeine der könige in ihre letzte ruhestätte dürfen. eklig! gottseidank lag die kammer nicht auf unserem rundgang... leider war es mit dem fotografieren etwas schwierig; das ist nämlich im ganzen gebäude verboten. wir mussten als unartige touris also immer warten, bis gerade mal kein aufseher in der nähe war. deshalb fallen die fotos etwas spärlich aus.




















wunderschön und frei fürs fotografieren war allerdings der klostergarten. auf den fotos sieht das wetter ja wirklich super aus. aber der schein trügt. nochmal ein paar hundert meter höher als madrid pfiff ein eisiger wind, wogegen auch die sonne nichts ausrichten konnte. und wir haben zum ersten mal in diesem jahr schnee gesehen (der letzte winter zählt nicht!).







































auf jeden fall waren wir am ende nicht nur erschlagen von soviel kultureller bildung (im palast befindet sich unter anderem auch eine ziemlich große kunstsammlung), sondern auch total durchgefrohren. aber gelohnt hat es sich trotzdem! :-)

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